23.03.2011

Ausbildungskredite – Bafög

Heutzutage ist studieren leider nicht mehr so einfach wie früher. Nicht weil eventuell der Stoff viel zu kompliziert geworden ist, sondern weil man es sich aufgrund der anfallenden Gebühren, fast nicht mehr leisten kann. Nicht selten ist es somit der Fall, dass sich Studenten verschulden müssen, um die Gebühr überhaupt aufbringen zu können. Immer mehr Studenten müssen also wohl oder übel einen Kredit aufnehmen oder die Studiengebühr anderweitig aufbringen und sich somit ihr Studium nicht nur hart erarbeiten, sondern auch teuer erkaufen. Wer sich keine gute Finanzierungsstrategie zu Recht legt, gefährdet sogar den Erfolg des Studiums.
Wie also kann man sein Studium auf einer guten finanziellen Basis stellen? Aktuell gibt es die folgenden Möglichkeiten:

1. BAföG

Je nach Gehaltssituation der Eltern, erhält der Studierende Unterstützung vom Staat in Form von BAföG. Der Nachteil: die genaue Berechnung des BAföG ist recht kompliziert und abhängig von der Einkommenserklärung der Eltern. Auch ist nicht sicher, wie lange man BAföG überhaupt erhält, denn sollten die Eltern plötzlich mehr verdienen, könnte das BAföG entweder gekürzt werden oder eventuell sogar ganz wegfallen. Auch muss maximal die Hälfte des erhaltenen BAföG nach Abschluss des Studiums wieder zurückgezahlt werden. Die Rückzahlung beginnt zwar erst fünf Jahre nach Studium ende in Ratenzahlung, doch dies sollte man nicht unterschätzen oder gar vergessen. Finanzratgeber für Studenten empfehlen daher konsequent einen Teil des Lohnes nach Ende des Studiums zur Rückzahlung bei Seite zu legen, denn immerhin locken sehr starke Vergünstigungen, wenn man den Kredit mit einem mal tilgen kann. Die Einsparung kann oft mehrere hundert Euro betragen und sollte unbedingt in Anspruch genommen werden.

2. Arbeiten gehen

Man sucht sich eine (befristete) Anstellung und geht nebenher arbeiten. Der Vorteil hierbei: man sammelt bereits Berufserfahrung. Der Nachteil: je nach Lernaufwand hat man eventuell weniger Zeit arbeiten zu gehen und somit erhält man auch weniger Gehalt. Man braucht jedoch eine bestimmte Summe im Monat, es fallen nicht nur Studiengebühren an, sondern eventuell auch noch eine Mietwohnung, Lernmittel etc. Der Lernerfolg des Studiums könnte also darunter leiden. Des Weiteren darf eine bestimmte Gehaltsgrenze nicht überschritten werden, sonst erhält man kein Kindergeld mehr oder weniger BAföG.

3. Kredite

Hierbei erhält man eine bestimmte Summe als Kredit von seiner Bank geliehen. Für die Summe fallen Zinsen an und sie muss an die Bank zurückgezahlt werden. Eine genaue Prüfung des Kredites und der anfallenden Kosten ist hierbei unerlässlich. Die Gefahr hierbei: man bindet sich mit dem Kredit langfristig an seine Bank. Letzten Endes beendet man sein Studium eventuell erfolgreich mit Hilfe des Kredites, doch dann könnte man vor einem hohen Schuldenberg stehen, der noch abgetragen werden müsste. Der Vorteil: sollte man keine Möglichkeit haben sich eine Anstellung zu suchen, ist die Aufnahme eines Kredites eine sehr gute Alternative und man hat genügend Zeit für sein Studium.

Kategorie: Kredite