31.05.2010

Kredite – vorsicht vor versteckte Kosten

Viele Banken werben seit langem mit äußerst attraktiven Kreditangeboten, teilweise mich einem effektiven Zinssatz von 3,99 Prozent. Doch wenn man die Angebote genauer betrachtet, dann stellt man fest, dass diese günstigen Bedingungen nur einer Minderheit vorbehalten sind, denn es werden ein entsprechend hohes Einkommen und ein fester Arbeitsplatz vorausgesetzt.

Lange Zeit hat uns die Werbung suggeriert, dass es Kredite so günstig wie nie zuvor gibt. Leider sind viele Verbraucher auf solche Lockangebote hereingefallen und sind teilweise in den finanziellen Ruin geraten. Ein Zinssatz von weniger als vier Prozent ist für die meisten Verbraucher jedoch utopisch, deshalb ist ab Juni Schluss mit diesen Lockangeboten der Banken. Es wurde ein Gesetz verabschiedet, dass Banken nur einen Zinssatz in ihrer Werbung angeben dürfen, der auch tatsächlich bei zwei Dritteln der Kunden gewährt werden kann.

Bisher konnten nur ganz wenige Kunden von den niedrigen Zinsen bei Krediten profitieren, selbst ein gutes Einkommen reichte hierfür nicht immer aus. Die Banken prüften zusätzlich die Bonität des Kunden, und nur eine makellose Bilanz war eine Garantie für einen günstigen Kredit. Wenn man einen Kredit aufnimmt, dann sollte man auf jeden Fall auf eine möglichst kurze Laufzeit achten, denn mit jedem zusätzlichen Monat steigen auch die Zinsen, auch wenn die Raten dann natürlich niedriger sind.

Bevor man einen Kredit aufnimmt sollte man sich über die Höhe der monatlichen Raten ausreichend Gedanken machen, denn wenn man womöglich das Girokonto überziehen muss, um den Kredit zu tilgen, dann ist am Ende der Dispokredit teurer als der eigentliche Ratenkredit. Wenn Verbrauchern von der Bank eine Restschuldversicherung angeboten wird, dann profitiert davon eher die Bank als der Kunde. Die Höhe des Kredites steigt, und man ist nicht verpflichtet, eine solche Versicherung abzuschließen.

Kategorie: Kredite